Satzung

Präambel

Die erste Urkunde, die das Dasein der Schützenbrüderschaft Usingen bezeugt, stammt aus dem Jahre 1422. Wechselvoll war in den vergangenen Jahrhunderten das Geschick der Stadt Usingen und ihrer Bürger. All das Schwere, das über sie kam, hat der Schützenbrüderschaft Usingen ihren Gemeinschaftssinn nicht genommen. Aus der Schützenbrüderschaft des Jahres 1422 ist der Schützenverein 1422 e.V. Usingen entstanden, die sich die nachstehende Satzung gibt.

 

§ 1

Der Verein führt den Namen „Schützenverein 1422 e.V. Usingen und hat seinen Sitz in Usingen.

Er ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Bad Homburg eingetragen und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der geltenden Abgabenordnung, und zwar die Pflege des Schießsportes und des Brauchtums.

 

§ 2

Der Verein ist Mitglied des Hessischen Schützenverbandes e.V. Frankfurt und des Landessportbundes Hessen.

 

§ 3

1.) Mitglieder des Vereins

Mitglieder des Vereins können nur unbescholtene natürliche und juristische Personen werden. Die Mitglieder des Vereins sind:

 

a) Mitglieder über 18 Jahre

b) Jugendmitglieder bis 18 Jahre

c) Ehrenmitglieder

d) Fördernde Mitglieder (nur juristische Personen)

e) Tagesmitglieder

 

Die Aufnahme von den unter a - e genannten Mitgliedern erfolgt auf Grund eines schriftlichen Antrags durch Beschluss des Vorstands. Gegen eine Ablehnung ist für den Antragsteller Beschwerde bei der nächsten Mitgliederversammlung zulässig. Für eine Tagesmitgliedschaft ist kein Beschluss des Vorstands erforderlich, die Tagesmitgliedschaft ergibt sich aus der Zahlung des Beitrags lt. Beitragsordnung für den jeweiligen Kalendertag.

 

2.) Rechte und Pflichten der Mitglieder

Jedes Mitglied (außer juristischen Personen) hat das Recht, während der Dauer seiner Mitgliedschaft alle Einrichtungen des Vereins gegen eine festgesetzte Gebühr zu nutzen. Mitglieder ab 16 Jahre haben aktives Wahlrecht, Mitglieder ab 18 Jahre haben passives und aktives Wahlrecht. Tagesmitglieder und fördernde Mitglieder genießen kein aktives oder

passives Wahlrecht.

 

Jedes in § 3 Abs. 1 unter a) und b) genannte Mitglied hat bis zum 65. Lebensjahr die Pflicht, eine von der Generalversammlung für jedes Geschäftsjahr neu zu beschließende Anzahl an Arbeitsstunden unentgeltlich für den Verein zu leisten. Für nicht geleistete Arbeitsstunden ist ein Entgelt zu entrichten. Mitglieder, die eine Behinderung von mindestens 50% durch einen amtlichen Bescheid nachweisen können, sind von der Leistung von Arbeitsstunden befreit. Der Nachweis von Arbeitsstunden erfolgt durch Erfassung und Gegenzeichnung eines Vorstandsmitglieds im Arbeitszeitenbuch. Für die ordnungsgemäße Erfassung ist jedes Mitglied selbst verantwortlich.

 

§ 4

Mitgliederversammlungen finden nach Bedarf nach Einberufung durch den 1. Schützenmeister statt. Die Einladung erfolgt durch Bekanntmachung spätestens 3 Tage vor dem Versammlungstermin. Die Mitgliederversammlung kann über alle Angelegenheiten Beschluss fassen, die nicht ausdrücklich der Generalversammlung vorbehalten sind. Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu fertigen, das vom 1. Schützenmeister und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist. Eine Mitgliederversammlung muss einberufen werden, wenn dies von einem Drittel der Vereinsmitglieder beantragt wird, ferner, wenn es das Interesse des Vereins erfordert. Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Schützenmeisters.

 

§ 5

Das Ausscheiden aus dem Verein erfolgt:

 

1 . durch den Tod eines Mitgliedes;

2. durch freiwilligen Austritt nach erfolgter schriftlich einzureichender Kündigung zum 30. September des laufenden Jahres,

3. durch Ausschluss, wenn ein Mitglied mit einem Jahresbeitrag im Rückstand ist und auf wiederholte Mahnung diesen nicht leistet, durch unwürdiges Verhalten den Interessen des Vereins beharrlich zuwiderhandelt und den berechtigten Anweisungen des Vorstandes nicht nachkommt, bei Aufnahme nicht unbescholten war oder die Unbescholtenheit verloren hat.

 

Die Entscheidung über den Ausschluss zu a) trifft der Vorstand, zu b) und c) die Mitgliederversammlung.

 

§ 6

Der Verein erhebt Mitgliedsbeiträge, Aufnahmegebühren und Nutzungsentgelte zur Durchführung seines satzungsmäßigen Zwecks. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

 

§ 7

Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 8

Der Vorstand besteht aus dem 1. und 2. Schützenmeister, dem 1. und 2. Kassenwart, dem Schriftführer, dem 1. Schießwart, dem 2. Schießwart, dem 3. Schießwart, dem 4. Schießwart, dem Gerätewart, dem Jugendwart, dem 1. Bogenwart, dem 2. Bogenwart, dem Sportwart, dem Pressewart und einem Beisitzer. Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch den 1. und den 2. Schützenmeister vertreten. Beide sind jeweils allein vertretungsberechtigt, sie bilden den Vorstand im Sinne des § 26 BGB.

 

§ 9

Die Vorstandsämter sind sämtlich Ehrenämter. Die Vorstandsmitglieder werden anlässlich der Generalversammlung ab 1975 in nachfolgend beschriebenem Rhythmus gewählt.

 

1. Jahr: 1. Schützenmeister, 1. Schießwart, 2. Schießwart

2. Jahr: 2. Schützenmeister, 3. Schießwart, Beisitzer, 1. Bogenwart

3. Jahr: Gerätewart, Schriftführer, 2. Kassenwart, Pressewart, Sportwart

4. Jahr: Jugendwart, 1. Kassenwart, 4. Schießwart, 2. Bogenwart

5. Jahr: wie 1. Jahr u.s.w.

 

Alle Vorstandsmitglieder können zu ihren Ämtern wiedergewählt werden. Bis zur Neuwahl und der Eintragung der neu bestellten Vorstandsmitglieder im Vereinsregister bleibt der seitherige Vorstand im Amt. Der 1. und der 2. Schützenmeister werden in geheimer Abstimmung gewählt, die übrigen Vorstandsmitglieder können durch Zuruf gewählt werden, wenn aus der Versammlung kein Widerspruch erhoben wird. Jedes Vorstandsmitglied kann jederzeit aus wichtigen Gründen, insbesondere bei grober Pflichtverletzung durch die Generalversammlung seines Postens enthoben werden.

 

§ 10

Der Vorstand führt die Geschäfte im Rahmen dieser Satzung. Die Verwendung der Mittel hat nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit bei sparsamster Geschäftsführung ausschließlich den Zwecken des Vereins entsprechend zu erfolgen. Über die Sitzungen des Vorstandes, die vertraulich sind, ist ein Protokoll zu führen, das vom 1. Schützenmeister und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist. Alle Beschlüsse sind grundsätzlich in Sitzungen herbeizuführen. Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist und entscheidet mit einfacher Mehrheit. Zu den Vorstandssitzungen lädt der 1. Schützenmeister die Vorstandsmitglieder schriftlich, spätestens 3 Tage vor dem Sitzungstermin, ein.

 

§ 11

Die Ernennung von Ehrenmitgliedern und die Ehrung von Mitgliedern und anderen Personen obliegt dem Vorstand.

 

§ 12

Die Ehrenmitglieder bilden den Ältestenrat. Dem Ältestenrat obliegt die Pflege guter Beziehungen der Vereinsmitglieder untereinander, ebenso wie zum Vorstand. Dies betrifft insbesondere die Schlichtung persönlicher Differenzen zwischen Mitgliedern im Vereinsinteresse. Der Ältestenrat ist vor der Ernennung von Ehrenmitgliedern anzuhören. Er kann dem Vorstand Vorschläge zur Ehrung von Mitgliedern und anderen Personen unterbreiten.

 

§ 13

Im 1. Quartal eines jeden Jahres wird durch den Vorstand eine ordentliche Generalversammlung in Usingen 8 Tage vorher schriftlich einberufen. Mit der Einberufung ist die Tagesordnung bekannt zu geben. Die Generalversammlung hat folgende Obliegenheiten:

 

1. Beratung des vom Vorstand vorzulegenden Geschäftsberichts

2. Beratung des vom Kassenverwalter vorzulegenden Kassenberichts

3. Entlastung des Kassenwarts und des Gesamtvorstandes

4. Wahl des Vorstandes

5. Festsetzung der Mitgliedsbeiträge und der Aufnahmegebühren

6. Wahl von Kassenprüfern für das laufende Geschäftsjahr

7. Beschlussfassung über Änderungen des Satzung

8. a) Definition, welche Mitglieder Arbeitsstunden zu leisten haben

b) Anzahl der Pflichtarbeitsstunden und des Entgelts bei Nichtleistung

 

Anträge zur Tagesordnung der Mitgliederversammlung sind dem Vorstand bis 14 Tage vor der Mitgliederversammlung schriftlich einzureichen. Über die Generalversammlung ist ein Protokoll zu fertigen, dass vom 1. oder 2. Schützenmeister und dem Schriftführer zu unterzeichnen ist.

 

§ 14

In der Generalversammlung hat jedes der in § 3 Abs. 2 genannten wahlberechtigten Mitglieder über 16 Jahre eine Stimme. Bei Abstimmungen entscheidet die einfache Mehrheit, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des 1. Schützenmeisters. Bei Anträgen auf Änderung der Satzung oder Auflösung des Vereins ist die Zweidrittel-Mehrheit der erschienenen Mitglieder notwendig. Die Generalversammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Vereinsmitglieder anwesend ist. Ist dies nicht der Fall, kann der 1. Schützenmeister ohne Einhaltung der in § 13 genannten Formvorschriften sofort darauf eine neue Generalversammlung einberufen, die ohne Rücksicht auf die anwesende Mitgliederzahl beschlussfähig ist.

 

§ 15

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das Vermögen des Vereins an den Hessischen Schützenverband, der es unmittelbar und ausschließlich für seine satzungsmäßigen Zwecke zu verwenden hat.

 

§ 16

Der Verein muss aufgelöst werden, wenn die Zahl seiner Mitglieder unter sieben absinkt.

 

Usingen, im März 2009

Die Generalversammlung